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CD:  eirisproject :zartbitter:      Alle Texte

1. Traum  
Johann Gottfried Herder                                     Hörprobe-mp3.audiofile

Ein Traum ist unser Leben auf Erden hier,
wie Schatten auf den Wogen schweben schwinden wir,
und messen uns`re trägen Schritt nach Raum und Zeit,
und sind und wissen`s nicht - inmitten Ewigkeit.


2. Morgenstern   Theodor O. Laube                                    Hörprobe-mp3.audiofile

Es ist nur ein kleiner Sprung,
in die Morgendämmerung
Ich fühle wir die Welt,
von außen jäh nach innen fällt,
Und mein Herz das sagt mit klar,
das sie  nie woanders war; 
zeigt, das Nacht wie heller Tag
immer schon beisammen lag,
und es dämmert jetzt in mir:
das letzte Ziel sind wir.

Himmel, Hölle, Leben, Tod
Abenddämm`rung, Morgenrot,
Feuer, Wasser, Nah und Fern -
all das ruht im selben Kern.


3. Phol ende Uuodan                                                        Hörprobe- mp3.audiofile
(althochd.) 2.Merseburger Zauberspruch

Phol ende Uuodan uuoron zi holza,
du uuart demo balderes volon sin uuoz birenkict,

thu biguolen sinhtgunt, sunna era suister,
thu biguolen frija, uolla era suister
thu biguolen uuodan, so he uuolla conda:

sose benrenki,
sose bluotrenki,
sose lidirenki,

ben zi bena, bluot zi bluoda, lid zi geliden

sose gelimida sin.


4. Eiris sazun idisi                                                             Hörprobe-mp3.audiofile
(althochd.) 1. Merseburger Zauberspruch

Eiris sazun idisi,
sazun hera duoder,

suma hapt heptidun,
suma heri lezidun

suma clubodum umbi,
umbi cuoniovidi:

insprinc haptbandun, inuar uigandun


5. Natur ist still   Theodor O. Laube                                     Hörprobe-mp3.audiofile                                
Zwei Stimmen noch, dann eine nur
und überm Schilf der Tag,
versinkt in blasser Sonnenspur,
im lichten Rot und in Azur
bei jedem Ruderschlag.

Und noch ein Stimmchen regt sich dort,
verstummt im Ufergras.
Vom Wasser ziehn die Nebel fort
und decken Wiesen allerort,
das Wasser glänzt wie Glas.

Ach wie da stirbt ein jeder Laut,
der aus der Kehle will.
Nur selten hat der Mensch geschauht,
was die Natur ihm anvertraut
und die Natur ist still.

Beenden würde jedes Wort
des Augenblickes Traum,
wenn die Natur sich offenbahrt,
in ihrer großen stummen Art
für einen Herzschlag kaum.

Schwarz ragt der Kirchturm in die Nacht,
aus dunklem Wäldermeer.
Er hat zur Heimat mir gemacht,
dies Stückchen rauhe Erdenpracht.
Mein Herz ist liebesschwer.


6. Lauschen   Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
das du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem Hauche gieb dich, gieb nach,
er wird dich lieben und wiegen.

Und dann meine Seele sei weit, sei weit,
dass dir das Leben gelinge,
breite dich wie ein Feierkleid
über die sinnenden Dinge.


7. Prinz der Ungedult  Jürgen Blottner                                 Hörprobe-mp3.audiofile

Min Ougen sind der Lichter wund,
min Herz will nimmer fliegen.
Kann mir nit geben selber kund,
muß wach im Schlafe liegen.

Die Trockenheit der Seele rinnt
zu einem tiefen Grund.
Gar dunkel ist der Weg dorthin,
und still das Wort im Mund.

Ich bin der Prinz der Ungedult
und finde keine Ruh`.
Treff`ich dich je an einem Ort,
Hör`ich dir lange zu.


8. Ribbeck   Theodor Fontane                                       Ribbeck.mp3

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
ein Birnbaum in seinem Garten stand,
und kam die goldene Herbsteszeit,
und die Birnen leuchtetet weit und breit,
da stopfte wenn`s Mittag vom Turme scholl,
der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er:"Junge wiste`ne Beer?"
Und kam ein Mädel, so rief er:"Lütt Dirn,
kumm man röver, ick hebb`ne Birn.

So ging es viel Jahre, bis lobesam
der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende, `s war Herbsteszeit,
wieder lachten die Birnen weit und breit;
da sagte von Ribbeck:"Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab."
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
trugen von Ribbeck sie hinaus,
alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
sangen "Jesus meine Zuversicht",
und die Kinder klagten, das Herze schwer:
"He is dod nu. Wer giwt uns nu`ne Beer?"

So klagten die Kinder. Das war nicht recht-
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
der neue freilich, der knausert und spart,
hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
und voll Misstraun gegen den eigenen Sohn,
der wußte genau, was damals er tat,
als um eine Birn` ins Grab er bat,
und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
und in der goldenen Herbsteszeit, leuchtet`s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung`übern Kirchhof her, so flüstert`s im Baume:
"Wiste `ne Beer?" und kommt ein Mädel, so flüstert`s:"Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew`di `ne Birn."

So spendet Segen noch immer die Hand,
des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.